Brewarrina-Fischfallen (Baiames Ngunnhu)
Überblick
Die Brewarrina-Fischfallen, traditionell auch Baiames Ngunnhu genannt, sind ein komplexes Netzwerk aus Flusssteinen, die Teiche und Kanäle bilden, in denen Fische gefangen werden. Sie gelten als eines der ältesten von Menschenhand geschaffenen Bauwerke der Welt.
Die Fischfallen zeugen von uralter Genialität in der Einfachheit ihres Designs, das sich an die Jahreszeiten und den schwankenden Wasserstand anpasste. Steinmauern leiten die flussaufwärts schwimmenden Fische in die Sammelbecken, wo die Aborigines sie traditionell mit bloßen Händen fingen, mit Speeren jagten oder in Teichen einsperrten, um sie später zu fangen.
Der Überlieferung der Aborigines zufolge entwarf der Ahnherr Baiame das Design, indem er sein Netz über den Fluss warf und die Fischfallen anschließend zusammen mit seinen beiden Söhnen Booma-ooma-nowi und Ghinda-inda-mui in dieser Form baute. Laut mündlicher Überlieferung waren die Fischfallen (und die dahinterstehende Technologie) von der Natur inspiriert – vom Pelikan. Die Fallen funktionierten wie ein Pelikanschnabel und fingen Fische aus dem Wasser.
Die Herstellung der Fischfallen und die Überlieferungen der Aborigines zu ihrer Verwendung prägten die spirituellen, politischen, sozialen, zeremoniellen und Handelsbeziehungen zwischen den Aborigine-Gruppen der gesamten Region. Die Fischfallen waren ein wichtiger Ort für Nahrungsmittelproduktion, Arbeit, Handel und Konsum.
Zugänglichkeit
Does not cater for people with access needs.