Sarah Ujmaia: Marmoreum (28°48’34,4”S 153°16’45,6”E)
Überblick
Im Prozess der Marmorbildung werden Sedimentgesteine wie Muschelschalen durch Hitze, Druck und Zeit strukturell verändert und zu einem festen und wertvollen Gestein geformt. Sarah Ujmaias Installation ist so konzipiert, dass sie die materielle Möglichkeit eines Marmorbodens bietet. Dies wird durch die Herstellung von mineralischem Kalzit (allgemein bekannt als Kreide) aus Muschelschalen erreicht. Räumlich ist das Werk von den gepflasterten Marktplätzen im Nordirak inspiriert – ein standardisiertes, aber unregelmäßiges Pflasterstein wurde verwendet und dessen Abformung von Hand gegossen, um einen Boden zu schaffen. In „Marmoreum“ lädt der Kreideboden dazu ein, etwas wertzuschätzen, das sich ständig verändert. Er positioniert uns als aktive Teilnehmer an der Zukunft der Sprache und verbindet das Werk konzeptionell mit Ujmaias Interesse am Verlust schriftlicher Formen.
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